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Unsere Partnerschule ist die Saigeetha School in Indien, Andra Pradesh, Puttaparthi.

Foto 1 SaigeethaSchool

 

Foto 2 SchulgebudeSo sieht das Schulgebäude der Saigeethaschool nun 2012 aus.

Zur Entstehung dieser Schule:
1. Trotzdem es in Indien eine Schulpflicht gibt, ist es oft nicht möglich, die Kinder in den schlecht ausgestatteten staatlichen Schulen hinreichend zu fördern und zu einem Abschluss zu führen, der ihnen später eine Berufsausbildung ermöglicht. Viele Kinder werden dort nicht ausreichend ausgebildet und bleiben Analphabeten.
In Andra Pradesh leben soviele Menschen wie in ganz Deutschland: Von den ca. 80 Millionen der Bevölkerung in Andhra Pradesh, dem größten Bundesstaates Südindiens, sind insgesamt noch etwa 50% Analphabeten. Die Situation des Armseins setzt sich infolge dieses Bildungsmangels oft wie ein Kreislauf fort.
2. Neben den staatlichen Schulen gibt es teuer zu bezahlende Privatschulen, zu denen Eltern ihre Kinder schicken, die besser gestellt sind und es sich leisten können. Dort ist die Ausstattung mit Lehrern und Schulmaterialien weitaus besser.
Zur Geschichte der Saigeethaschool:
Im Jahr 2000 hat sich in dem Ort Puttaparthi ein Lehrer namens Naganna, der ursprünglich selbst aus ärmlichen Verhältnissen kam, dieser benachteiligten Kinder angenommen. Er entschloss sich, sie privat zu fördern, damit sie trotz der schlechten Lernbedingungen an den staatlichen Schulen einen Schulabschluss erreichen und eine Aufnahme ins College schaffen konnten. Dieses war der Anfang der Saigeetha School, die also vor gut 11 Jahren von Herrn Naganna und seiner Frau Saigeetha gegründet worden ist: Er setzte sein privates Vermögen ein und ließ ein Gebäude erstellen, das anfangs nur aus einem Raum und einem großen Freiplatz bestand. Hier wurden Kinder, die ansonsten zu verschiedenen staatl. Schulen gingen, zunächst mit einem persönlichen Förderunterricht auf das Examen in der 7. und in der 10. Klasse vorbereitet.
2002 baute Herr Naganna das Schulgebäude weiter aus und die Saigeetha-School bestand dann aus 2 Stockwerken. Über den bloßen FU hinausgehend begann er mit der Einrichtung von Schulklassen und unterrichtete die Kinder in Lerngruppen. Eine kostenlose Schulbildung für alle Kinder (Jungen und Mädchen) zu ermöglichen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit oder Abstammung, betrachtete er als sein Ziel und seine Aufgabe!
Im Oktober 2006 verstarb jedoch plötzlich der Gründer Herr Naganna und die Schule stand vor der Schließung, da zunächst niemand in der Lage war, statt seiner Person in Zukunft die Kosten für die Schulausbildung, die Schulmaterialien und die Schuluniformen für die Kinder aus unterprivilegierten Verhältnissen zusammenzutragen. Glücklicherweise jedoch kam Hilfe zustande und ein Förderverein wurde gegründet: Seitdem halfen und helfen Menschen aus Frankreich, der Schweiz, den USA und Deutschland. Nur durch großzügige Spenden von außen und viele ehrenamtliche Helfer konnte der Fortbestand dieser Schule gesichert werden. Herr Nagannas Ehefrau Saigeetha, nunmehr auch eine ausgebildete Lehrerin und von Anfang an tätig an der Schule, übernahm nach dem Tode ihres Mannes die Leitung der umgangssprachlich nach ihr benannten Schule, welche amtlicherseits allerdings noch unter einem anderen Namen geführt wird: „Sri Sai Vidyaniketan“(übersetzt bedeutet dies in etwa „Der Ort, wo gelehrt wird“)
2011…Heute können hier ca. 350 Kinder von derzeit 15 ausgebildeten Lehrern aufgrund von Spenden unterrichtet werden. Seit 3 Jahren ist diese Schule auch staatlich anerkannt und beginnt mit der Vorschule. Anschließend gehen die Kinder in die Grundschule und werden dann noch bis zur Mittleren Reife in der Realschule unterrichtet. Sie sprechen dort ihre Bundeslandsprache „Telugu“, welche in ganz Andra Pradesh gesprochen wird, und sie lernen zudem die indische Landessprache „Hindi“ sowie auch internationales „Englisch“.

Foto 3 KollegiumKollegium, bestehend aus 15 Lehrerinnen u. Lehrern

Foto 4 UmgebungUmgebung der Schule: Hochhäuser, ärmliche Viertel

Foto 5 UmgebungDie Region um Puttaparthi herum ist jedoch bestimmt von vielen Familien, die in unterprivilegierten Verhältnissen leben und bei denen sich die Eltern eine gute, ausreichende Schulausbildung für ihre Kinder, wie z.B. an einer Privatschule nicht leisten können.

Foto 6 Umgebung   Foto 7 Umgebung Hier wohnen Familien in 1 Raum und nennen es ihr Haus. Wasser ist für sie nicht selbstverständlich. Viele Eltern sind nicht in der Lage, das Schulgeld, die Lehrmaterialien und die Schulkleidung für ihre Kinder zu bezahlen. Oft sind die Familien sogar so arm, dass die Kinder zur Arbeit oder aber zum Betteln geschickt werden müssen, anstatt in die Schule – damit es für ihren Lebensunterhalt reicht. Trotz Schulpflicht kommt also nur jedes zweite Kind regelmäßig zur Schule.

Foto 8 MorgengebetGemeinsame Begrüßung auf dem Schulhof beim Morgengebet

Foto 9a SchuluniformAusgabe der Schuluniformen durch Saigeetha an die neuen Schulkinder

Foto 9b MeditationMeditation zu Beginn der Unterrichts im Klassenraum des 2. Floor South

Foto 9c SchulpatenkindNaga Raju ist eines unserer beiden Schulpatenkinder. Er besucht die 1. Klasse und dieses ist sein Klassenzimmer. Die Familien unserer Patenkinder gehören zu den unterprivilegierten Familien. Sie sind Gelegenheitsarbeiter und arbeiten mal auf dem Bau als Betonmischer oder auch mal in der Landwirtschaft - zur Erntezeit, wenn es besonders viel Arbeit bei der Erdnussernte oder Reisernte gibt... Naga Raju lebt mit seinen Eltern in Puttaparthi - Sainagar. Er hat noch eine große Schwester, mit der er zur Saigeethaschool geht.

Foto 14 Tafeln Foto 10b KlassenraumEinfache Ausstattung der Räume mit Pult und Tafel

Foto 11 Naga Rajus KlasseNoch einmal Naga Rajus Klasse…

Foto 12 Naga RajuVorne links ist Naga Raju.

Foto 13 Patenkind DeepikaDeepika ist unser 2. Patenkind und geht in diese Vorschulklasse hier. Während ihre Eltern in einem anderen Ort arbeiten, lebt Deepika mit ihrer Schwester bei den Großeltern in Puttaparthi und besucht mit ihr die Saigeethaschool.

Foto 14 Tafeln  Foto 15 Hefte  Foto 16 Hefte und BcherKinder schreiben oft auf Tafeln, sie verwenden aber auch Hefte und Bücher.

Foto 17 Aula  Foto 18 Aula  Foto 19 AulaHier sieht man den Unterricht in der Aula unter dem Dach.

Foto 20 TestperiodeLäuft gerade eine Testperiode, so wird jeder Platz genutzt und es ist sehr voll in allen Räumen.

Foto 21TestperiodeSelbst auf den Fluren sitzen Kinder und schreiben Tests.

Foto 22 Tests in der BajanhallDas ist die sog. Old Bajanhall, in der auch Tests laufen.

Foto 23 SchulschlussBei Schulschluss treffen sich die Kinder noch einmal auf dem Schulhof und beten zusammen.

 Foto 24 RegenzeitIm November ist die Regenzeit in Indien.

Foto 25 Wasser im SchulgebudeIm Schulgebäude stehen dann einige Räume unter Wasser und alle kämpfen dagegen an: Hier wird die Treppe geflitscht.

Foto 26 Wasser im Schulgebude  Foto 27 Wasser im Schulgebude  Foto 28 Wasser im SchulgebudeDas Dach ist undicht und der Raum darunter kann nicht mehr genutzt werden. Schule fällt darum aus, worüber sich die Kinder in Indien aber gar nicht freuen.

Foto 29 Wasser auf dem SchulhofAuch der Schulhof steht unter Wasser.

Foto 30 Papaya  Foto 31 Papaja  Foto 32 PapayaBei einem Regenguss ist leider die Papaya im Schulhof auseinandergebrochen, deren Früchte allen zur Ernährung dienen.

Foto 33 unzureichende KanalisationDas ganze Wohnviertel steht unter Wasser.

Foto 34a unzureichende Kanalisation  Foto 34b unzureichende Kanalisation  Foto 34c unzureichende KanalisationDie Kanalisation ist unzureichend und das Wasser steht in großen Pfützen. Viele Kinder erkranken in dieser Zeit an Infektionen.

Foto 35 DeepavaliIm November feiert man das Lichterfest in Indien, Deepavali genannt. Naga Raju und Deepika stehen vor dem Gott Ganesh. Die Hindus kennen viele Götter und Göttinnen. In der Saigeetha School verehren sie Ganesh. Der Gott Ganesh gilt als Inbegriff der Weisheit und ist daher der Gott der Schüler und Studenten.

Foto 36 Ganesha  SaigeethaSaigeetha schmückt die Ganesh-Figur in der Schule: Ganesh gilt auch als Vertreiber von Hindernissen und als Überbringer des Glücks, weshalb er von vielen Hindus sehr verehrt wird. An diesem Lichterfest-Feiertag geht man dann nicht zur Schule und nicht zur Arbeit. Am Morgen zünden die Hindus all ihre Öllampen zu Hause an. Im Licht der Öllampen danken sie ihrem Gott oder ihrer Göttin für ihr Glück, für ihr Wissen und ihre Erkenntnisse, für ihren Frieden und den Reichtum, den sie erreicht haben. Für die Hindus ist das Lichterfest Deepavali eines der wichtigsten Feste im Jahr.

Foto 37 WeihnachtenDer Weihnachtsgruß aus Indien, den unsere Patenkinder uns geschickt haben. In der Saigeethaschool gibt es auch einen geschmückten Weihnachtsbaum.  

Foto 38  Holi-DayHoliday feiert man in Indien Ende Februar, Anfang März im Mondmonat Phalguna. Holi-Day ist ein Feiertag und auch ein Ferientag. Einige Schüler kommen zur Schule. Man geht zusammen durch die Straßen um die Schule herum. Beim Holi-Fest feiert man den Sieg des Guten über das Böse, wobei es im Hinduismus eine religöse Legende zu diesem Fest gibt, der man hierbei gedenkt. Die Menschen umarmen einander und wünschen sich gegenseitig einen glücklichen Holi-Day!  

Foto 39 Holi-DayBeim Holi-Fest bewerfen die Menschen einander mit Farbpulver, gefärbtem oder auch parfümiertem Wasser.

Foto 40  Holi-Day  Foto 41  Holi-Day  Foto 42 Holi-DaySie beschmieren ihren Körper mit Asche und feiern zusammen mit Gesang und Tanz.  Holi ist deshalb auch das  „Fest der Farben“.

Foto 43  Holi-DayDieses Fest bringt alle Hindus zusammen, egal aus welcher Religion oder Kaste sie kommen und welchem Alter oder Geschlecht sie angehören. Gemeinsam genießen die Reichen und Armen, Frauen und Männer, diese Festtage. Es sorgt für gute Beziehungen zwischen den Menschen, weil alle Menschen miteinander feiern.

 Foto 44 Saigeetha und  IngeborgSeit dem letzten Jahr gibt es jetzt auch in Deutschland einen Förderverein, der sich für die Saigeethaschule einsetzt und die Ausbildungsplätze der Schüler (je Kind ca. 15 Euro im Monat) finanziert: Dieser Förderverein hat seinen Sitz in Nürnberg und Frau Ingeborg Jahn steht ihm vor. Alle Gelder werden zweckgemäß verwendet und jede Spende kommt direkt und ohne Umwege und ohne großen Verwaltungsaufwand vor Ort der Schule oder deren Hilfsprojekten zu Gute, denn:

1. Da die Schule auf eigenem Grund steht, können fast die gesamten Einnahmen für die Ausbildung der Kinder und die Gehälter der Lehrer verwendet werden.

2. Es gibt keinen hohen Verwaltungsaufwand (nur Konto-und Portogebühren), weil der Vorstand und die Mitglieder des Vereins sich alle ehrenamtlich engagieren und ausschließlich soziale Ziele verfolgen.

Die Vorsitzende Frau Jahn reist selbst fast jährlich und zum Teil für längere Zeit nach Indien und hilft ehrenamtlich in der Saigeethaschule mit. Herr Wilfried Kohlmann, gebürtig aus Ibbenbüren, wohnt in Puttaparthi und arbeitet ebenfalls das ganze Jahr über an der Schule. Der Förderverein steht in ständigem Kontakt und Austausch zu ihm. Herr Wilfried Kohlmann ist auch für unsere Klasse 3c eine wichtige, vermittelnde Kontaktperson geworden: Er informiert sie regelmäßig über das Leben und Lernen in der indischen Schule und die kulturellen Besonderheiten. Aus seinen Informationen hat Frau Neuhäuser-Rogge ein bebildertes Lesebuch für die Klasse erstellt. Die Texte werden im Unterricht gemeinsam besprochen. Dank seiner sehr persönlichen E-Mails fühlen wir uns sehr verbunden mit der indischen Saigeethaschule und den Kindern und Lehrern, die dort arbeiten und lernen.

Statt der Übernahme von Schulkindpatenschaften kann man alternativ auch die Finanzierung von anstehenden Projekten unterstützen: So wurde z.B. vor 2 Jahren eine unabhängige Wasserversorgung durch eine großzügige private Spende ermöglicht. Es wurde ein eigener Brunnen auf dem Schulgelände gebohrt. Zur Zeit wird viel Geld benötigt für den Zukauf von benachbarten Grundstücksflächen, da sowohl das Gebäude als auch der Schulhof für die inzwischen über 360 Kinder viel zu klein geworden sind. Darüber hinaus wird an die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Schulgebäude gedacht, damit eine eigene, unabhängige, immer funktionierende Stromversorgung sicher gestellt ist. Dies ist umso notwendiger, da der Schule nun auch ein eigener Computerraum ( mit 8 gespendeten Computern) zur Verfügung steht und somit auch Computerunterricht erteilt werden kann. Da in Indien oft mehrmals am Tag der Strom ausfällt oder einfach wegen Überlastung abgeschaltet wird, ist diese Lösung sehr wichtig.